Kaminöfen und Heizkamine im Fokus

Bietet Infos zu Heizen ohne Dreck: Fachmann Wolfgang Baans Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel

Bauen & Wohnen

Ibbenbüren. Sie sind viele. Und sie sorgen für entsprechend viel Dreck. Ende des Jahres läuft allerdings für rund zwei Millionen Kaminöfen und Heizkamine die Schonfrist ab. Geräte mit einem Baujahr vor 1985 auf dem Typenschild müssen bis dahin stillgelegt oder nachgerüstet werden.

Weswegen Kaminöfen und Heizkamine beim nächsten Energiesprechtag der Verbraucherzentrale NRW im Rathaus Ibbenbüren Thema sein werden. Der Energiesprechtag findet statt am Mittwoch (5. April) von 14 bis 18 Uhr im Rathaus Ibbenbüren. 

Wolfgang Baans, Energieberater der Verbraucherzentrale in Ibbenbüren, will dann interessierten Bürgern aufzeigen, was in puncto „Sauberes Heizen“ Sache ist.
„Auch in Ibbenbüren gibt es mit Sicherheit einige solcher alten Schätzchen“, schätzt Energiefachmann Baans. „Viele davon funktionieren auch noch einwandfrei – aber sie pusten Unmengen von Dreck in die Luft.“ Weil dieser Ausstoß die Feinstaub-Grenzwerte aus der Bundesimmissionsschutzverordnung überschreitet, müssen die Öfen ausgetauscht oder mit Filtern bestückt werden. Hält ein Gerät mit nachträglich eingebautem Filter die Werte ein, darf es weiterlaufen.

Wolfgang Baans rät allerdings ab: „Ein Filtereinbau mag erst einmal günstiger sein als ein neuer Ofen. Langfristig lohnt er sich aber nicht.“ Der Grund: „Derart alte Öfen sind nicht nur dreckig, sie sind auch ineffizient. Aus der gleichen Menge Brennstoff holt ein moderner Ofen deutlich mehr Wärme heraus“. Die Einsparung bei den Verbrauchskosten wiege die teurere Anschaffung auf. Auch der Austausch deutlich jüngerer Modelle könne sich auf diese Weise schon lohnen. Der Experte rät, die Frühlings- und Sommermonate für eine Umstellung zu nutzen, damit pünktlich zur nächsten Heizperiode im Herbst ein neuer Wärmespender zuhause bereit steht.

Wer eine Beratung zu Heizen ohne Dreck wünscht, kann sich an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Rathaus Ibbenbüren wenden. Ein mindestens 30 Minuten umfassendes Gespräch mit Energiefachmann Wolfgang Baans kann im Vorfeld des Energiesprechtages vereinbart werden, entweder telefonisch unter der städtischen Servicenummer 05451 / 931-999 oder unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch eine ausführliche Energieberatung im eigenen Zuhause und die Tarife für die Vor-Ort-Beratung können Verbraucher hierüber jederzeit anfragen.

Da die Beratung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, kostet ein Termin beim Energiesprechtag lediglich fünf Euro je halber Stunde.
Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist die Beratung kostenfrei.

 
 
Werbung