Metallhandwerk mit großer Präzision

Jannik Hespink lernt bei der Firma VHV Anlagenbau in Hörstel den Beruf des Feinwerkmechanikers. Wer sich ebenfalls für den Beruf interessiert: Die Firma VHV freut sich über Ihre Bewerbung! Foto: Podszun

Wirtschaft

Das Berufsbild des Metallbauers ist sehr vielfältig und der Begriff Metallbau beschreibt zunächst ganz allgemein die Verarbeitung von Metall, die auch im Verbund mit anderen Werkstoffen erfolgen kann. Daher lässt sich der Metallbau wegen der unterschiedlichsten zu ver- oder bearbeitenden Konstruktionen, der verschiedensten Materialien und Fertigungsverfahren nur ungenau von anderen Gewerken oder Berufen abgrenzen.

Gerade dies macht aber auch den Reiz des Berufsbildes aus: Es bietet Abwechslung und immer neue Herausforderungen. Überschneidungen und Gemeinsamkeiten im Beruf des Metallbauers gibt es beispielsweise mit dem des Kons­truktionsmechanikers, der Stahlbau- und Blechkonstruktionen herstellt, meist aber nicht im Handwerk, sondern in Industriebetrieben beschäftigt ist. Im gleichen Bereich arbeiten die Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik; sie sind allerdings vorwiegend in Handwerksbetrieben tätig – hier aber nicht ausschließlich in rein metallverarbeitenden Unternehmen, sondern zum Beispiel auch in Dachdecker- oder Fassadenbauunternehmen. Wer sich für die Ausbildung zum/zur Metallbauer/in entscheidet, wählt zwischen den drei Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau aus.

Ein „Allrounder“ unter den Metallberufen ist der Feinwerkmechaniker.

Auszubildende in diesem Beruf lernen alle Bereiche der Metallbearbeitung kennen: Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Formen von Blechen sowie auch die Montage von Stahlbauten und Anlagen und nicht zuletzt Reparaturen werden beherrscht.
Und nicht zuletzt spielt auch die computerunterstützte Metallbearbeitung eine große und weiter wachsende Rolle in diesem Beruf. Der Beruf des Feinwerkmechanikers/in kann in den Schwerpunkten Maschinenbau, Feinmechanik, Werkzeugbau und Zerspanungstechnik vertieft werden.

Gemeinsam ist den Metallberufen, dass sie große Sorgfalt, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und gute Auge-Hand-Koordination erfordern.

„Ich habe mich über den Beruf des Feinwerkmechanikers im Internet informiert“, erklärt Jannik Hespink (18 Jahre), der diesen Beruf jetzt im 2. Lehrjahr bei der Firma VHV Anlagenbau in Hörstel erlernt. „Der Beruf hat mich angesprochen und daher habe ich mich bei der Firma VHV beworben und dann hier einen Ausbildungsplatz bekommen.“

Vor allem die Arbeit mit dem Metall und damit verbunden der handwerkliche Aspekt liegen Jannik Hespink und zudem „ist die Arbeit sehr abwechslungsreich“, erklärt er. „Wir arbeiten nicht nur hier im Betrieb vor Ort, sondern sind auch unterwegs bei anderen Firmen.“

Der Beruf des Feinwerkmechanikers bietet nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zahlreiche Perspektiven bis hin zu einem Studium. Welchen Weg Jannik Hespink einschlagen wird, darüber hat er sich noch keine abschließenden Gedanken gemacht: „Ich habe noch keine Detailplanung. Das hat ja auch noch etwas Zeit. Ich denke aber, dass ich noch einige Jahre Berufserfahrung sammeln werde und dann den Techniker oder Meister mache.“

Ob Metallbauer oder Feinwerkmechaniker: Nach Abschluss ihrer Ausbildung stehen den Auszubildenden des Metall-Handwerks alle Türen offen.
Diese Berufe sind gesucht unter anderem beim Anlagen-, Apparate- und Behälterbau, in der Lüftungs- und Versorgungstechnik, bei der Herstellung und Montage von Fenstern und Türen, Metallfassaden, Metalldecken, Wintergärten, Toren, Klappen, Gittern, Bühnen, Stegen, Abdeckungen, Metalltreppen, Geländern und vielem mehr.

• Weitere Informationen zur den Berufen und zur Ausbildung im Handwerk gibt es auch im Internet unter der Adresse www.kh-st-waf.de/bildung/ausbildung/berufsbilder

 
 
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